LETZTES UPDATE: 10.05.2016; 11:53
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Warnmechanismusbericht 2016

Analyse vom 9. Dezember 2015

Am 26. November 2015 legte die Europäische Kommission (EK) den Warnmechanismusbericht 2016 vor, der als Frühwarnsystem mögliche makroökonomische Ungleichgewichte behandelt.

Gemäß der Analyse der EK kommen die EU‑Mitgliedstaaten trotz eines schwierigen Umfelds bei der Reduktion ihrer makroökonomischen Ungleichgewichte voran. Eine wesentliche Gefährdung geht in mehreren Mitgliedstaaten von der historisch hohen privaten und öffentlichen Verschuldung aus. Die Gefahr eines anhaltend schwachen Wachstums und einer niedrigen Inflation im Euroraum sollte nach Ansicht der Kommission durch eine Förderung der Binnennachfrage (insbesondere der Investitionstätigkeit) in Ländern mit hohen Leistungsbilanzüberschüssen sowie in Ländern mit haushaltspolitischem Spielraum abgefedert werden.

Auf Grundlage von Scoreboard‑Indikatoren werden jene Mitgliedstaaten ermittelt, deren makroökonomische Lage im Hinblick auf potenzielle Risiken genauer analysiert werden soll. Insgesamt sollen 18 EU‑Mitgliedstaaten bis Februar 2016 einer eingehenden Überprüfung unterzogen werden. Eine solche Überprüfung ist erstmalig auch für Österreich vorgesehen. Dabei sollen die aus Sicht der EK bestehenden Probleme im Finanzsektor, insbesondere dessen hohe Anfälligkeit für Entwicklungen im Ausland und die möglichen Wechselwirkungen zwischen öffentlicher Verschuldung und Finanzsektor sowie die Auswirkungen auf die Kreditvergabe an den privaten Sektor analysiert werden.

BD - Warnmechanismusbericht 2016 / PDF, 828 KB

Vorangegangene Analysen zu den Jahreswachstumsberichten und Warnmechanismusberichten