Ein anderes Thema waren die Ausgaben des Staates für Zinsen. Sie wachsen 2027 auf 10,6 Milliarden Euro und 2028 weiter auf 11,7 Milliarden Euro. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 9,4 Milliarden Euro im Jahr 2026. Bis 2031 könnten die Kosten für die Finanzierung sogar auf 15,4 Milliarden Euro steigen.
Diese Zahlen sind sehr wichtig für die Berechnung des Maastricht-Defizits. Laut dieser Vorgabe der EU darf die Neuverschuldung eines Landes jährlich nicht höher sein als 3 Prozent des Brutto-Inlands-Produkts, kurz BIP. Weil die Verschuldung Österreichs höher ist, läuft seit 2025 ein Defizit-Verfahren der EU. Österreich muss Maßnahmen ergreifen, um das Defizit zu senken.
Die Schlussabstimmungen zum Doppelbudget 2027/2028 und zum Bundes-Finanzrahmen bis 2031 fanden am Freitagabend statt. Damit endete die längste Sitzungsserie des Nationalrats seit Dezember 1993.
Der Finanzrahmen bis 2031 ist ein verbindlicher Haushaltsplan. Darin stehen gesetzliche Obergrenzen für Bundesausgaben. So sollen die Staatsfinanzen langfristig planbar bleiben.