Wirkungsorientierung

Der Grundsatz der Wirkungsorientierung unter Berücksichtigung der tatsächlichen Gleichstellung ist im gesamten Kreislauf der Haushaltsführung des Bundes und im Gesetzgebungsprozess verankert.

Wirkungsorientierung

Im Bundesvoranschlag definieren die Ressorts und Obersten Organe (gesellschaftliche) Wirkungen, die sie mit ihrem Budget erreichen wollen. Die Beurteilung der Zielerreichung erfolgt ressortintern, die ressortübergreifende Wirkungscontrollingstelle des BMKÖS informiert den Nationalrat über diese internen Evaluierungen jährlich mit einem zusammenfassenden Bericht. 

Der Bericht zur Wirkungsorientierung 2021 beinhaltet die Evaluierungs­ergebnisse von 119 Wirkungs­zielen und 367 Kenn­zahlen sowie der rund 250 operationalisierten Globalbudget­maßnahmen. Die Analyse des Budgetdienstes zeigt den deutlichen Einfluss der Covid‑19-Pandemie auf die Zielerreichung. Die Querschnittsmaterie „Gleichstellung“ und der Beitrag der Wirkungsziele zur Umsetzung der Sustainable Development Goals wurden einer vertiefenden gesamthaften Analyse unterzogen.

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Landkarten zu den Wirkungsinformationen im Budget

Durch Übersichtslandkarten über die Wirkungsziele im Budget und die Wirkungsinformationen zu Querschnittsthemen (z. B. Klimaschutz, Gleichstellung, SDGs) ermöglicht der Budgetdienst einen raschen Überblick über die mit den Budgetmitteln angestrebten Zielsetzungen und Wirkungsindikatoren.

BD - Wirkungsziel-Landkarte BVA-E 2023 / PDF, 229 KB

BD - Gleichstellungsziel-Landkarte BVA-E 2023 / PDF, 839 KB

BD - SDG-Landkarte BVA-E 2023 mit Annex / PDF, 482 KB

BD - Green Budgeting-Landkarte BVA-E 2023 / PDF, 676 KB

Wirkungsorientierte Folgenabschätzung

Die ressortübergreifende Wirkungscontrollingstelle des Bundes berichtet dem Nationalrat jährlich über die internen Evaluierungen der Wirkungsorientierten Folgenabschätzungen der Ressorts. Von der Analyse des Budgetdienstes zu diesem Bericht sind die im Jahr 2021 durchgeführten internen Evaluierungen zu 64 Vorhaben betroffen.

Die Ressorts schätzten 45 Vorhaben (70,3 %) als „überplanmäßig“ bzw. „zur Gänze“ erreicht ein. Dieses positive Gesamtergebnis ist insbesondere auf eine vorsichtige Planung und auf das grundsätzlich eher niedrige Ambitionsniveau der festgelegten Ziele, Indikatoren und Maßnahmen zurückzuführen. Auch die Qualitätsunterschiede bei den Wirkungsorientierten Folgenabschätzungen setzen sich im Rahmen der ressortinternen Evaluierungen entsprechend fort und verzerren damit die ausgewiesenen Gesamtergebnisse.

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Gleichstellung

Das Ziel der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern im Rahmen der Haushaltsführung (Gender Budgeting) ist in der österreichischen Bundesverfassung verankert. Gender Budgeting ist ein Analyse- und Steuerungsinstrument, das einen wesentlichen Beitrag zur Verwirklichung der tatsächlichen Gleichstellung durch eine veränderte Haushaltsführung bzw. ‑politik leisten soll. Die Einnahmen und Ausgaben sollen analysiert und so ausgerichtet werden, dass sie die tatsächliche Gleichstellung fördern. Der Budgetdienst hat sich seit Beginn seiner Tätigkeit in seinen Analysen intensiv mit den Themen Gleichstellung und Gender Budgeting auseinandergesetzt und dazu konkrete Handlungsfelder und Weiterentwicklungspotenzial aufgezeigt.

Gleichstellung und Gewaltschutz im Bundesvoranschlag 2023

Gleichstellung und Gewaltschutz im Bundesvoranschlag 2023

Der Budgetdienst hat die Informationen über die Mittel für 2023 zur Gleichstellung und zum Gewaltschutz zusammengefasst und durch eine Analyse der entsprechenden Wirkungsinformationen ergänzt.

Evaluierung der Gleichstellungsangaben zur Wirkungsorientierung 2021

Evaluierung der Gleichstellungsangaben zur Wirkungsorientierung 2021

Über die Zielerreichung der Angaben zur Gleichstellung in der Wirkungsorientierung 2021 wurde der Nationalrat durch einen Bericht der ressortübergreifenden Wirkungscontrollingstelle informiert.

Evaluierung der Wirkungsdimension Gleichstellung 2021

Evaluierung der Wirkungsdimension Gleichstellung 2021

Die internen Evaluierungen der Ressorts zur Wirkungsdimension Gleichstellung im Rahmen der Wirkungsorientierten Folgenabschätzungen 2021 wurden dem Nationalrat vorgelegt.

Genderwirkung der Abgeltung der kalten Progression

Genderwirkung der Abgeltung der kalten Progression

Die Kurzstudie zu einer Anfrage der Abg. Eva-Maria Holzleitner, BSc (SPÖ) untersucht die Genderwirkung der Abgeltung der kalten Progression in den Jahren 2023 bis 2026.

Gender Budgeting

Gender Budgeting

Die Abg. Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) ersuchte den Budgetdienst um eine Analyse zu Gender Budgeting sowie um einen Überblick über die Fortschritte und Herausforderungen im internationalen Vergleich.