Suche
Diese Seite vorlesen lassen

Seite 'Das Parlament in der Ersten Republik' teilen



Copy to Clipboard Facebook Twitter WhatsApp E-Mail
Diese Seite als Lesezeichen hinzufügen

Das Parlament in der Ersten Republik

Ein neuer Staat: Nationalversammlung gründet Republik

Der Versuch Kaiser Karl I., die Monarchie durch Umbau des Staates zu retten, scheiterte. Sein Aufruf zur Bildung eines "Bundes freier Völker" kam zu spät. Die Völker der Monarchie waren entschlossen, eigene Nationalstaaten zu errichten. Auch die deutschsprachigen Abgeordneten des Reichsrates bildeten eine Provisorische Nationalversammlung und gründeten einen neuen Staat. Mehr

Konsensorientierter Parlamentarismus

Nach der Auflösung des alten Staates galt es, das Vertrauen der Bevölkerung in die neue Republik zu festigen. Dies gelang auf Basis der Zusammenarbeit der großen politischen Parteien. Wirtschaftliche Not, ungeklärte außenpolitische Fragen und die revolutionäre Stimmung der Bevölkerung ließen sie zu Konsens im Interesse des Gemeinsamen finden. Mehr

Zwischen Ideologie und realpolitischer Vernunft

Politik war in der Ersten Republik durch starke ideologische Bindungen geprägt, die ihren Ausdruck in der Zugehörigkeit zu weltanschaulichen Lagern fanden und auch die Auseinandersetzungen im Parlament beherrschten. Dennoch einigten sich die Parteien in wichtigen Fragen. So auch bei der Verfassungsreform 1929, mit der die Staatsgewalt gegenüber der Volksvertretung gestärkt wurde. Mehr

Starre Fronten, antiparla­mentarische Kräfte

Trotz parlamentarischer Kooperation bildeten sich starre Fronten zwischen den einander zunehmend feindlich gegenüberstehenden politischen Lagern. Antiparlamentarische Rhetorik der Rechten und Verbalradikalismus der Linken verhärteten die politischen Auseinandersetzungen und fanden auch im Parlament Niederschlag. Die Folgen dieser Politik zeigten sich in den tragischen Ereignissen des 27. Juli 1927. Mehr

Ende des Parlamentarismus - autoritäres Regime

Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit und das Beispiel autoritärer Bewegungen im Ausland begünstigten Anfang der 1930er-Jahre auch in Österreich die weitere Ausbreitung antidemokratischer und antiparlamentarischer Kräfte. 1933 nutzte die bürgerliche Regierung eine Geschäftsordnungskrise des Nationalrates, um das Parlament auszuschalten und auf Grundlage von Notverordnungen autoritär zu regieren. Mehr