Budgetvollzug

Budgetvollzug

Die Auszahlungen im Jänner und Februar 2026 betrugen 19,3 Mrd. EUR und waren um 0,4 Mrd. EUR höher als im Vergleichs­zeitraum 2025. Zu Mehr­auszahlungen kam es insbesondere bei den Finanzierungskosten (+0,5 Mrd. EUR), einer Zahlung zur Schaffung des Gesundheits­reformfonds (+0,5 Mrd. EUR) und den Leistungen aus der Arbeitslosen­versicherung (+0,1 Mrd. EUR). Diesen standen Minder­auszahlungen bei der thermisch-energetischen Sanierung (‑0,3 Mrd. EUR) und der Investitions­tätigkeit in der Landes­verteidigung (‑0,3 Mrd. EUR) gegenüber. Die Einzahlungen waren mit 17,1 Mrd. EUR um 1,3 Mrd. EUR höher als im Vorjahr. Sie resultierten vor allem aus höheren Netto­abgaben (+0,8 Mrd. EUR) und Transfers von der EU (+0,4 Mrd. EUR). Ende März 2026 wurden auch Haushalts­daten für die weiteren Gebiets­körperschaften veröffentlicht. Diese weisen auch bei den Ländern einen sinkenden Netto­finanzierungs­bedarf auf.

Bundesrechnungsabschluss

Der Rechnungshof legte den Bundesrechnungsabschluss (BRA) 2024 am 27. Juni 2025 vor. Die Analyse des Budgetdienstes umfasst insbesondere die konsolidierte Vermögens-, Ergebnis- und Finanzierungs­rechnung sowie die Ergebnisse der § 9-Prüfungen des Rechnungshofs. Die Aktiva erhöhten sich um 5,4 Mrd. EUR auf 131,4 Mrd. EUR, wobei der Anstieg vor allem aus gestiegenen Forderungen (+5,8 Mrd. EUR) und Beteiligungs­bewertungen (+1,7 Mrd. EUR) resultierte. Gegenläufig wirkte der Abbau liquider Mittel (‑3,2 Mrd. EUR). Auf der Passivseite dominierte die Aufnahme zusätzlicher Finanz­schulden (+16,0 Mrd. EUR), ihr Stand betrug Ende 2024 299,3 Mrd. EUR. Der Nettofinanzierungs­bedarf (19,1 Mrd. EUR) wurde überwiegend durch die Aufnahme von Finanz­schulden aber auch durch den Abbau liquider Mittel abgedeckt. Das negative Netto­vermögen verschlechterte sich erneut um 12,4 Mrd. EUR auf ‑228,6 Mrd. EUR.

Berichte an den Budgetausschuss

Der Budgetdienst erstellt Analysen zu Berichten, die der Budget­ausschuss des National­rats regel­mäßig erhält. Diese Analysen betreffen beispiels­weise Rücklagen, Haftungen, Finanz­schulden, Förderungen und das Beteiligungs- und Finanz­controlling des Bundes.

Von 2020 stiegen die Rücklagenstände bis 2024 an und erreichten den höchsten Wert in Höhe von 28,7 Mrd. EUR seit Einführung der Haushaltsrechtsreform. Im Jahr 2025 blieb dieser weitgehend unverändert. Der Großteil der Rücklagen sind Detailbudgetrücklagen (2025: 24,9 Mrd. EUR)

Vorläufiger Gebarungserfolg

Der Nettofinanzierungssaldo 2025 betrug -14,4 Mrd. EUR, gegenüber dem Vorjahr verbesserte er sich um 4,7 Mrd. EUR, hingegen verschlechterte sich das vorläufige Nettoergebnis leicht um 0,5 Mrd. EUR auf -14,3 Mrd. EUR.

Am Ende des Jahres 2025 wies der Bund bereinigte Finanzschulden iHv 313,0 Mrd. EUR (61,1 % des BIP) auf. Damit waren die Finanzschulden um 13,8 Mrd. EUR höher als Ende 2024. Im Verhältnis zum BIP entspricht dies einem Anstieg um 0,6 %-Punkte

Finanzschulden

Die bereinigten Finanzschulden des Bundes stiegen im Jahr 2025 um 13,8 Mrd. EUR bzw. 4,6 % auf 313,0 Mrd. EUR.

Die Gesamthaftungen des Bundes betrugen im Jahr 2025 87,2 Mrd. EUR, gegenüber dem Vorjahr sanken sie um 6,5 Mrd. EUR. Im Jahr 2021 betrugen sie noch 100,5 Mrd. EUR

Bundeshaftungen

Die Gesamthaftungen des Bundes für Kapital beliefen sich Ende 2025 auf 87,2 Mrd. EUR, gegenüber 2024 kam es zu einem Rückgang um 1,4 Mrd. EUR (-4,5 %).

Die direkten Förderungen des Bundes stiegen 2024 im Vorjahresvergleich von 11,0 Milliarden Euro auf 12,5 Milliarden Euro. Auch die indirekten Förderungen stiegen von 25,4 Milliarden Euro auf 26,7 Milliarden Euro.

Förderungen

Das Gesamtvolumen der direkten und indirekten Förderungen des Bundes belief sich im Jahr 2024 auf 39,3 Mrd. EUR.

Die Beteiligungen des Bundes umfassen laut Vorschau 2025 127.300 Beschäftigte (VBÄ), 118 Unternehmen, 11,7 Mrd. EUR für Personalaufwand, 18,4 Mrd. EUR an Auszahlungen des Bundes, 1,9 Mrd. EUR an Einzahlungen in das Bundesbudget und 21,7 Mrd. EUR an Haftungen

Beteiligungs- und Finanzcontrolling

Der Bericht umfasst 118 Beteiligungen, die laut Vorschau 2025 Auszahlungen vom Bund iHv 18,4 Mrd. EUR erhalten und 1,9 Mrd. EUR in das Bundesbudget einzahlen.

Aus Hilfsprogrammen für Griechenland sind noch Darlehen iHv 211 Mrd. EUR ausständig. Die weiteren Programmländer mit ausstehenden Darlehen sind Portugal (44 Mrd. EUR), Irland (36 Mrd. EUR), Spanien (7 Mrd. EUR) und Zypern (6 Mrd. EUR)

Stabilisierungsmaßnahmen im Euroraum

Berichtet wird über die Hilfsmaßnahmen im Euroraum für Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Zypern seit 2010 und weitere Programme seit 2020.

Untergliederungsanalysen zu BHG-Berichten

Die Untergliederungs­analysen zu Berichten nach dem Bundeshaushaltsgesetz 2013 (BHG 2013) umfassen und analysieren die in den Berichten zur Wirkungs­orientierung, in den Berichten über die Wirkungs­orientierte Folgen­abschätzung, in den Förderungs­berichten sowie in den Berichten über die Ergebnisse des Beteiligungs- und Finanzcontrolling und in den Beteiligungs­berichten enthaltenen Angaben und Informationen.