Ab Anfang 2027 sollen Einweg-E-Zigaretten verboten werden. Das gilt für E-Zigaretten mit und ohne Nikotin. Die Regierung möchte außerdem das Gesetz zum Schutz von Nichtraucherinnen und Nichtrauchern ändern.
Künftig sollen auch andere Produkte mit Nikotin, zum Beispiel Nikotinbeutel oder Nikotin-Zahnstocher, strengere Regeln erfüllen. Das gilt auch für ähnliche Produkte ohne Nikotin, die oft Stoffe wie Koffein oder Guarana enthalten. Diese Produkte sollen dann ähnlich behandelt werden wie normale Tabakprodukte. Dazu gehören Altersbeschränkungen beim Verkauf, Verbote für Werbung und Warnhinweise auf den Verpackungen.
Auch für das Wegwerfen von Zigarettenstummeln auf öffentlichen Spielplätzen soll es strengere Strafen geben. Wer einen Zigarettenstummel auf einem Spielplatz wegwirft, muss künftig bis zu 500 Euro Strafe zahlen. Wenn man das öfter macht, kann die Strafe bis zu 2.000 Euro betragen.
Der Gesundheitsausschuss schlägt mehrere Änderungen im Gesundheitsbereich vor.
Ab August soll die erste Ausbildungsphase nach dem Medizinstudium kürzer werden. Die sogenannte Basisausbildung für angehende Fachärztinnen und Fachärzte soll nur mehr sechs Monate dauern. Bis jetzt waren es neun Monate.
Außerdem sollen bestimmte aufputschende oder drogenähnliche Stoffe in Lebensmitteln verboten werden. Das betrifft Stoffe, die nicht üblicherweise in Lebensmitteln verwendet werden. Amtliche Kontrollen bei Schlachtungen sollen leichter werden. Die Sonderfachbeschränkung für Fachärztinnen und Fachärzte für Allgemeinmedizin soll rückwirkend mit 1. Juni 2026 aufgehoben werden. Sonderfachbeschränkung heißt, dass Fachärztinnen und Fachärzte medizinische Leistungen nur in ihrem Fachgebiet erbringen dürfen.
Zahnärztinnen und Zahnärzte, die eine eigene Praxis haben, sollen künftig stärker in das System der Qualitätssicherung eingebunden werden. Bis Ende 2027 soll es weiterhin möglich sein, Gesundheitsdaten per Fax zu übermitteln. Dafür wird eine Ausnahmebestimmung verlängert.