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Unterpunkte anzeigen 6. November 2013: Menschen-Bildung - Rabbinisches zu Lernen und Lehren, Wien

Menschen-Bildung: Rabbinisches zu Lernen und Lehren jenseits von „Pisa“

Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems, 10:00 – 12:30 Uhr, 1210 Wien, Mayerweckstraße 1

Die Kirchliche Pädagogische Hochschule nimmt jedes Jahr den Gedenktag 9. November zum Anlass, in einem Studienteil Aspekte jüdischen Lebens zu präsentieren. Der Wiener Judaistik-Professor Gerhard Langer überlegt heuer, wie auf der Basis spät antiker jüdischer Texte eine moderne Bildungsdebatte belebt und in neue Bahnen gelenkt werden kann.

Es geht um Lern- und Lehrinhalte, Lern- und Lehrformen ebenso wie um den engen Zusammenhang von ethischer Lebensführung und Gelehrsamkeit. Entscheidend dabei ist die Menschen-Bildung, die mit hoher ethischer Kompetenz einen solidarischen Beitrag zur Gesellschaft leistet. Im Wortgottesdienst zu Mittag steht die bleibende Verbundenheit der Christinnen und Christen mit dem Judentum im Zentrum.

Referent: Univ.-Prof. Dr. Gerhard Langer, Vorstand des Instituts für Judaistik der Universität Wien, Wortgottesdienst im Gedenken an das Novemberpogrom.
Veranstalter: Pastoralteam der KPH.

Weitere Informationen: www.christenundjuden.org

Unterpunkte anzeigen 6. November 2013: Das Gedächtnis der Zeugen mutig entweihen, Wien

Das Gedächtnis der Zeugen mutig entweihen (J. Semprún). Literatur und Musik nach Auschwitz

Wiener Theologische Kurse, 18:30 Uhr, 1010 Wien, Stephansplatz 3/III

Wie kann man mit dem Entsetzlichen, dem Unbegreifbaren umgehen, wie es – über das autobiografische Zeugnis hinaus – erinnern? Die Frage stellte sich nach Auschwitz in besonderer Weise. Und: „Vielleicht gibt es doch eine Antwort. Eine fiktive Antwort.“ (F. Wander)

Der erste Teil des Abends stellt zeitgenössische Literatur vor, die erinnernd erzählt und erzählend erinnert. Der zweite Teil widmet sich dem äußerst expressiven Melodram „Ein Überlebender aus Warschau“. Dieses Spätwerk Arnold Schönbergs basiert auf einem authentischen Zeugenbericht aus dem Warschauer Ghetto. Es gipfelt im Schlusschor, dem Sch’ma Israel.

ReferentIn: Dr.in Brigitte Schwens-Harrant, Die Furche; Mag. Gunter Egger, Schottengymnasium
Veranstalter: Theologische Kurse im Rahmen der Bedenkwoche Mechaje hametim.

Anmeldung und Information: office@theologischekurse.at; www.christenundjuden.org

Unterpunkte anzeigen 6. November 2013: Spurensuche in der Nachbarschaft, Wien

Spurensuche in der Nachbarschaft: Private Gedenkprojekte für Opfer des NS-Terrors

Wien Museum, 18.30 Uhr, 1040 Wien, Karlsplatz 8

Mit Elisabeth Ben David-Hindler („Steine der Erinnerung“), Gerhard Burda („Steine des Gedenkens“), Peter Koppe („Servitengasse 1938“), Michael Lunardi („Große Stadtgutgasse 34“), Georg Traska („Herklotzgasse 21“)

„Wir gedenken der jüdischen BewohnerInnen dieses Hauses, die in den Jahren des Naziterrors vertrieben, deportiert oder ermordet worden sind“. So steht es auf einer Gedenktafel, die 2007 am Haus Große Stadtgutgasse 34 angebracht wurde.

Seit 2004 arbeitet eine Gruppe in der Servitengasse an einem ähnlichen Projekt. Sichtbares Symbol ist dort ein privat initiiertes öffentliches Kunstwerk mit 462 Schlüsseln und Namensschildern, das an die früheren BewohnerInnen erinnert.

Die Initiative „Steine der Erinnerung“ verlegt nach deutschem Vorbild auf Gehsteigen Tafeln mit Namen. Der Verein „Steine des Gedenkens“ erinnert an vergessene jüdische Wohngebiete im 3. Bezirk, das Projekt „Herklotzgasse 21“ im 15. Bezirk an das jüdische Leben in einer Wiener Vorstadtgemeinde. Allen Projekten ist gemeinsam, dass es sich um bürgerschaftliche Initiativen handelt.

Recherchen, Organisation und Umsetzung von Symbolen des Erinnerns werden von den Vereinen privat durchgeführt. Das Wien Museum hat fünf Projektgruppen eingeladen, ihre Arbeit vorzustellen und in einer anschließenden Diskussion zu reflektieren.

Weitere Informationen: www.wienmuseum.at

Unterpunkte anzeigen 6. November 2013: Gedenken in Hietzing - Virtuelle Synagogen Österreichs, Wien

Gedenken in Hietzing - Virtuelle Synagogen Österreichs, ScienceCard

Bezirksmuseum 18:30 – 20:00 Uhr, 1130 Wien, Am Platz 2

Im Novemberpogrom 1938 wurden sämtliche Wiener Synagogen devastiert und in Folge baulich zerstört. In einem langfristig ausgelegten Forschungsprojekt rekonstruieren DiplomandInnen vordergründig mit Hilfe von Planunterlagen und Fotografien diese Sakralbauten. Es wird ein Blick in jüdische Kulturgeschichte realisiert, welcher nur mehr in der Erinnerung existiert. In Kooperation mit www.erinnern.at.

Vortrag: Ao.Univ.-Prof. DI Bob Martens. VHS Hietzing, Tel. 89174 113 000, office@hietzing.at

Anmeldung und Information: www.vhs.at/hietzing

Unterpunkte anzeigen 6. November 2013: The Vienna Project - Memory Zone, Wien

The Vienna Project: Gehsteiginterventionen - Memory Zone

Die Memory Zones werden an 38 Adressen in Wien zu sehen sein, ab 13:00 Uhr, Wien

Am 6. November wird eine „Memory Zone“ am Theater Nestroyhof - Hamakom durch eine Intervention des mehrmals ausgezeichneten Dichters Robert Schindel „aktiviert“. Dabei wird ein Gedicht auf die Straße gesprüht, um die Geschichte des Ortes bekannt zu machen.

Am 7. November beim Universitätsring / Schottengasse vor dem Palais Ephrussi repräsentiert eine weitere „Memory Zone“ den Diebstahl jüdischen Eigentums und die Ausgrenzung der jüdischen WienerInnen. Die Memory Zones werden auch im Internet sowie durch eine Smartphone App zugänglich gemacht und durch verschiedene Interventionen wie kurze Theaterstücke, Themenführungen, öffentliche Interviews etc. aktiviert.

„The Vienna Project ist ein neuartiges, soziales und künstlerisches Holocaust-Gedenkprojekt, das auf den Straßen Wiens stattfindet. Weiters ist es das erste öffentliche Gedenken in Europa, das Opfer, im Holocaust und unter dem Nationalsozialismus verfolgte Gruppen, auf symbolische Weise repräsentiert und namentlich nennt.“ Karen Frostig, Präsidentin und künstlerische Direktorin.

Weitere Informationen: www.theviennaproject.org, Eintritt frei

Unterpunkte anzeigen 6. November 2013: Offene Diskussion mit GästInnen - VHS Alsergrund, Wien

Offene Diskussion mit GästInnen - Gedenken an Novemberpogrom

Volkshochschule Alsergrund, Währing, Döbling, 19:00 Uhr, 1090 Wien, Galileigasse 8

75 Jahre nach dem Novemberpogrom von 1938: Für jede Generation stellen sich Fragen an bzw. über die Geschichte aus einem anderen Blickwinkel. Findet diese veränderte Perspektive aber ihren Niederschlag in aktuellen Formen des Erinnerns und Gedenkens – sowohl von der Opferseite her als auch aus dem Blickwinkel der TäterInnen? Gibt es neue Antworten von einer Generation der UrenkelInnen in einer europäischen Gesellschaft der Zuwanderung im Zeichen der Globalisierung?

Weitere Informationen: www.vhs.at/alsergrund

Unterpunkte anzeigen 6. November 2013: Gedenkkonzert Novemberpogrome, Wien

Gedenkkonzert Novemberpogrome

Bezirksvorstehung Wieden, Festsaal, 19:00 Uhr, 1040 Wien, Favoritenstraße 18

Seit 2011 gestaltet das Wiener Ensemble TRIS jährlich auf Einladung des Wiener Bezirksvorstehers ein Gedenkkonzert anlässlich der Novemberpogrome. Im Mittelpunkt steht dabei stets die Musik von Komponistinnen und Komponisten, die wegen ihrer jüdischen Herkunft, ihren politischen Überzeugungen oder ihrem musikalischen Schaffen Opfer der NS-Verfolgung wurden.

2013 stehen das Werk des Wieners Victor Urbancic, der im Exil das musikalische „Niemandsland“ Island künstlerisch nachhaltig prägte, und Stücke seiner Lehrer und Freunde Egon Wellesz, Hans Gal oder Ernst Toch auf dem Programm. Sie alle waren zu ihrer Zeit erfolgreiche Musiker, die von den Nazis gezwungen wurden, ihre künstlerische Tätigkeit in Großbritannien, den USA bzw. eben Island fortzusetzen. Mit diesem Konzert soll die Erinnerung an sie und ihre wunderbare Musik auch am Ort ihrer Vertreibung wach gehalten werden.

Weitere Informationen: www.wien.gv.at/bezirke/wieden, Eintritt frei

Unterpunkte anzeigen 6. November 2013: Gedenkveranstaltung der Bezirksvertretung Liesing, Wien

Gedenkveranstaltung der Bezirksvertretung Liesing

Amtshaus Liesing, 19:00 Uhr, 1230 Wien, Perchtoldsdorfer Straße 2

Nach einer Begrüßung durch BV Gerald Bischof erfolgt die Präsentation der virtuellen Rekonstruktion der Synagoge Atzgersdorf (Präsentation auf Leinwand mittels Laptop und Beamer). Einem historischen Rückblick auf die jüdische Gemeinde Liesing folgt die Darstellung des 9./10. November 1938 als Auftakt der Shoah.

An diesem Abend wird weiters ein (reales!) 3D-Modell der Synagoge zu sehen sein. Die dreidimensionale Rekonstruktion der 1938 zerstörten Synagoge Atzgersdorf erfolgte im Zuge der Diplomarbeit „Die virtuelle Rekonstruktion der Synagoge Atzgersdorf“ von Frau Mag.a Franziska Graber. Die Synagoge Atzgersdorf ist eine von 20 weiteren zerstörten und virtuell rekonstruierten Synagogen in Wien.

Bei der Veranstaltung wird die zweite, überarbeitete und ergänzte Auflage der Broschüre „Der 9. November 1938 in Liesing“ von Dr. Gerald Netzl aufliegen (Erstauflage März 2005). An diesem Abend wird das Projekt „Steine der Erinnerung in Liesing“ vorgestellt. Im Sommer 2013 wurden die ersten vier Steine im 23. Bezirk verlegt. Darüber wird am 6. November berichtet mit dem Ziel, PatInnen für zusätzliche Steine zu gewinnen.

Weitere Informationen: www.wien.gv.at/bezirke/liesing

Unterpunkte anzeigen 6. November 2013: Ari Rath - Lesung aus seinen Memoiren, Mattersburg

Ari Rath liest aus seinem Erinnerungsbuch „Ari heißt Löwe“

11:00 Uhr: Gymnasium Mattersburg, Hochstraße 1

18:00 Uhr: Mattersburg - Bauermühle in Kooperation mit VHS-Burgenland, Mattersburg, Schubertstraße 53. Anmeldungen bitte unter: Tel. 026 26 / 67 740

Ari Rath wurde 1925 in Wien geboren und musste als Jude 1938 nach Palästina fliehen. In Israel wurde er einer der bekanntesten Journalisten und gab die „Jerusalem Post“ heraus. 2012 veröffentlichte er seine Erinnerungen: „Ari heißt Löwe“. 75 Jahre nach der Pogromnacht 1938 liest Ari Rath an Schulen im Burgenland aus seinem autobiografischen Buch.

Anmeldung und weitere Information: www.erinnern.at

Unterpunkte anzeigen 6. - 11. November 2013: Ausstellung und Gedenkweg "Simmering 1938", Wien

Gedenkweg in Simmering - Ausstellung „Simmering 1938“ am G11

G11 Geringergasse, Montag – Freitag, 8:00 – 17:00 Uhr, 1110 Wien, Geringergasse 2 

Die SchülerInnen der 4. und 6. Klasse des G11, Geringergasse gestalten Stationen auf einem Gedenkweg durch Simmering, die sich mit Familiengeschichten, Erinnerungen von ZeitzeugInnen und Ereignissen in Simmering im November 1938 befassen: mit der zerstörten Synagoge in der Braunhubergasse, dem jüdischen Teil des Zentralfriedhofs und den Schicksalen jüdischer SchülerInnen des Gymnasiums Gottschalkgasse 1938 und danach. Die einzelnen Stationen sind jeweils vorher und nachher in Ausstellungen am G11, Geringergasse und im Bezirksmuseum Simmering zu sehen und zu erleben.

Gedenkweg "Simmering 1938"
12. November, G11 Geringergasse, 10:00 – 14:00 Uhr, 1110 Wien, Geringergasse 2
Die SchülerInnen, Mitglieder der Schulgemeinschaft, SimmeringerInnen und Gäste gehen gemeinsam den Weg und erleben die einzelnen von SchülerInnen gestalteten Stationen. Ausgangspunkt: G11 Geringergasse, Endpunkt: Bezirksmuseum Simmering. Ausstellung „Simmering 1938“ im Bezirksmuseum Simmering.

Ausstellung "Simmering 1938"
12. – 30. November, 1110 Wien, Enkplatz 2

Weitere Informationen: michaela.stary@g11.ac.at

Unterpunkte anzeigen 6. November 2013: Literaturquiz - die Novemberpogrome

Literaturquiz: Die Novemberpogrome im Spiegel der Literatur

Dass sich die Novemberpogrome des Jahres 1938 in der deutschsprachigen (Exil-)Literatur kaum widerspiegeln, liegt wohl nicht zuletzt daran, dass viele SchriftstellerInnen zu diesem Zeitpunkt bereits tot, im Konzentrationslager oder auf der Flucht waren.

Das heurige Gedenkjahr bildet für das Team des Literaturblogs „Duftender Doppelpunkt" den Anlass, mit einem insgesamt dreiundzwanzigteiligen Literaturquiz – stellvertretend für die Vielen – an eine Auswahl von SchriftstellerInnen zu erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus aus der öffentlichen Wahrnehmung getilgt wurden.

Speziell am 6. und am 20. November 2013 steht das Quiz ganz im Zeichen des Gedenkens an die Pogrome des Jahres 1938: Vorgestellt werden zwei österreichische Exilautoren, in deren Werk die Tage um den 10. November Erwähnung finden.

Sie sind eingeladen, Ihr Wissen über die Exilliteratur mithilfe unseres Quizes alle zwei Wochen neu zu schärfen: Ein Angebot, sich „alter“ Bekannter zu erinnern oder bisher unbekannte AutorInnen kennen zu lernen. Unter den TeilnehmerInnen werden in jeder Runde Bücher und DVDs verlost, die von über vierzig Verlagen zur Verfügung gestellt werden.

Weitere Informationen: http://literaturblog-duftender-doppelpunkt.at

Unterpunkte anzeigen 6. - 20. November 2013: Zeitzeugen und die Gerechten in Linz

Zeitzeugen & die Gerechten in Linz

19:00 Uhr, Linz

Die Gerechten. 90 ÖsterreicherInnen gelten als Gerechte unter den Völkern, weil sie im NS-Regime verfolgte Menschen vor der Deportation und Ermordung retteten. Wir wollen ihre Namen bekannter machen und zeigen auf großformatigen Transparenten Name und Tat je einer/eines Gerechten und verteilen ebensolche Lesezeichen. Inmitten der Ausstellung können BesucherInnen an einer Stelle einen Satz hinschreiben, ein Foto hinkleben, eine Kerze hinstellen, eine Blume hinlegen ...

Am 6. November, 19.00 Uhr, eröffnet LH Pühringer die Straßenschau, den Eröffnungsvortrag hält Prof. Moshe Jahoda, geb. 1926 in Wien. Im Rahmen der Gerechten-Ausstellung halten sieben ZeitzeugInnen unterschiedlicher Opfergruppen Workshops mit SchülerInnen ab und stehen auch für abendliche Vorträge bereit.

Neben Angelica Bäumer und Fritz Rubin-Bittmann, die als Jüdin/Jude verfolgt und von Gerechten gerettet wurden, kommen Peter Michael Lingens und Erwin Leder als Vertreter ihrer „zivilcouragiert ungehorsamen“ Eltern (Gerechte). Käthe Sasso, die Gefängnis, Todeszelle und KZ Ravensbrück überlebte, spricht für die „Politischen“. Die Roma vertritt der im Zigeunerlager Lackenbach geborene Rudi Sarközi. Auch der profunde NS-Experte, der KZ-Überlebende Rudi Gelbard wird in Linz sprechen.

Genaue Zeit- und Ortsangaben und weitere Informationen: www.LetterToTheStars.at

Unterpunkte anzeigen 6. November 2013: Beinahe ausgelöscht - Vortrag, Graz

Beinahe ausgelöscht. Geschichte und das Schicksal einer Grazer jüdischen Familie nach dem Novemberpogrom 1938

Galerie < rotor > Zentrum für zeitgenössische Kunst, 18:30 Uhr, Volksgartenstraße 6a, Graz
Veranstalter: Dr.in Andrea Strutz - Verein für Gedenkkultur in Graz

Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Schicksal der Grazer jüdischen Familien Körner und Dortort, die unter nationalsozialistischer Herrschaft verfolgt, beraubt und aus Graz vertrieben wurden. Auf der Flucht vor den Nationalsozialisten wurde ein Großteil der Familienmitglieder 1941 grausam ermordet. Beinahe wurde die ganze Familie im Holocaust ausgelöscht, nur zwei Kinder, Leo und Blanka, überlebten.

Mit Hilfe von lebensgeschichtlichen Interviews mit Leo Dortort, der als Überlebender das Familiengedächtnis bewahrte, konnten Erinnerungen an das jüdische Leben in Graz dokumentiert und auch die Familiengeschichte rekonstruiert werden. Im Rahmen des Gedenkens 75 Jahre Novemberpogrom soll an das Schicksal der Familien Dortort und Körner erinnert werden, das als Beispiel für das Los vieler aus Graz vertriebener Jüdinnen und Juden herangezogen werden kann.

Weitere Informationen: andrea.strutz@uni-graz.at

Unterpunkte anzeigen 6. Nov. 2013: Tim Bonyhady "Die Geschichte meiner Wiener Familie", Salzburg

"Wohllebengasse. Die Geschichte meiner Wiener Familie" mit Tim Bonyhady

Buchpräsentation und Gespräch mit dem Autor. In Zusammenarbeit mit dem Zsolnay Verlag
Gesellschaft wissenschaftliche Fakultät der Universität Salzburg HS 381, 18:00 Uhr, Rudolfskai 42, Salzburg

Am 12. November 1938 verließen drei Frauen Wien und reisten nach Sydney. Gretl Gallia, ihrer Tochter Annelore und ihrer Schwester Käthe war vom Familienvermögen kaum etwas geblieben; dennoch gelang es ihnen, einen Schatz mit sich zu nehmen: die bedeutendste Kunstsammlung einer jüdischen Familie, die Österreich während des „Dritten Reiches“ verlassen konnte.

Dazu zählte als Krönung ein Frauenporträt von Gustav Klimt aus dem Jahr 1904. Es zeigte Hermine Gallia, Gretls und Käthes Mutter. Die Gallias ließen sich 1913 ein Haus in der Wohllebengasse bauen und ihre Wohnung von Josef Hoffmann einrichten. Zweieinhalb Jahrzehnte später mussten ihre Nachkommen nach dem „Anschluss“ das Land verlassen.

Tim Bonyhady, ein Urenkel, hat ihre Geschichte aufgezeichnet: ein detailreich erzähltes Epos, das Soziogramm einer jener großbürgerlichen jüdischen Familien, die einst das Wiener Leben prägten.

Tim Bonyhady, Jahrgang 1957, Historiker, Kurator und Umweltanwalt, Direktor des Centre of Climate Law and Policy an der Australian National University.

Weitere Informationen: margarete.heinz@sbg.ac.at