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Veranstaltungen 10. - 11. November 2013

"Wir, die wir aus dem Konzentrationslager zurückgekommen sind, wir sind keine freien Menschen." Rosa Jochmann

Unterpunkte anzeigen 10. November 2013: Kantorenkonzert, Konzerthaus Wien

Kantorenkonzert

Großer Saal des Wiener Konzerthauses, 19:30 Uhr, 1030 Wien, Lothringerstraße 20

Am 10. November veranstaltet das Wiener Konzerthaus ein Kantorenkonzert mit dem Orchester Jakobsplatz München, geleitet von dessen jungen künstlerischem Leiter, Daniel Grossmann. Gemeinsam mit den Kantoren Shmuel Barzilai und Netanel Herstik gestaltet es das Programm „Meafela Leora – Von Dunkel zu Licht“. Moderiert wird das Konzert von Paul Chaim Eisenberg, dem Oberrabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Wien.

Weitere Informationen und Kartenverkauf: Tel: +43 1 242 002, www.konzerthaus.at

Unterpunkte anzeigen 10. November 2013: Geschichte gehen, Wien

Geschichte gehen

Treffpunkt: 1020 Wien, Tempelgasse 5, vormittags, genaue Uhrzeit wird bei Anmeldung bekannt gegeben; Dauer: ca. 2 Stunden

Am Sonntag, den 10. November 2013, jährt sich das Novemberpogrom zum 75. Mal. In Wien brannte es nicht nachts, sondern während des 10. November, es begann um 6.00 Uhr früh und endete gegen 16.00 Uhr.

Unser Rundgang erinnert an den schrecklichen Anfang vom Ende des jüdischen Wien und verweist auf die Lücken, die die Jahre des Nazi-Terrors hinterlassen haben. Erinnerung an Vergangenes und der Verweis in die Gegenwart begleiten uns von der Tempelgasse in die Zirkusgasse, über die Taborstraße in die Seitenstettengasse und auf den Judenplatz, wo sich Rachel Whitereads Schoah Mahnmal befindet.

Im Anschluss daran begegnen Sie im Jüdischen Museum in der Dorotheergasse Judaica-Objekten jener Adressen, an denen Sie während des Stadtspaziergangs vorbeigegangen sind. Sie machen Erinnerung sichtbar. TeilnehmerInnen dieses Rundgangs haben ab 13:00 Uhr freien Eintritt im Jüdischen Museum Wien.

Anmeldung und Information: kids.school@jmw.at, www.jmw.at, Führung und Eintritt sind frei

Unterpunkte anzeigen 10. November 2013: Gedenktafel für Jura Soyfer, Wien

Gedenktafel für Jura Soyfer (politischer Schriftsteller 1912 – 1939) wird der Öffentlichkeit übergeben.

Ehemaliges Wohnhaus Jura Soyfers, 16:00 Uhr, 1030 Wien, Gärtnergasse 4

Danach im Landstraßer Bezirksmuseum, 1030 Wien, Sechskrügelgasse 11, 18:30 Uhr
Voll Hunger und voll Brot ist diese Erde. Lyrik und Prosa von Jura Soyfer, Ödön v. Horvath und Else Lasker-Schüler u.a. mit Katharina Grabher und Andreas Kosek, (teatro caprile). Musikalische Begleitung Isaak Loberan und Hannes Guschelbauer.

Es ist in Wien kaum bekannt, dass auch der Dritte Gemeindebezirk (Landstraße) – besonders das Weißgerberviertel – ein großes jüdisches Wohngebiet war. Deshalb setzt der Verein Steine des Gedenkens für die Opfer der Shoah Gedenktafeln („Steine der Erinnerung“) an Orten, wo jüdische  MitbürgerInnen vor der NS-Herrschaft lebten. Auch an Stätten jüdischer kultureller und religiöser Einrichtungen, die bis 1938 bestanden, wird mit Gedenktafeln gedacht. Bis jetzt wurden 27 Gedenktafeln im Dritten Bezirk gesetzt.

Der Direktor des Landstraßer Bezirksmuseums, Prof. Karl Hauer, hat eine Datenbank über die Schicksale der ca. 13.400 jüdischen BewohnerInnen des Dritten Bezirks, die 1938 hier wohnten, erstellt. Diese Datenbank kann unter www.steinedesgedenkens.at nach den Namen der Verfolgten sowie deren Wohnadresse abgefragt werden.

Weitere Informationen: www.steinedesgedenkens.at, Eintritt frei, Spenden erbeten.

Unterpunkte anzeigen 10. November 2013: Die Sperlgasse zwischen Hoffnung und Schrecken, Wien

Die Sperlgasse zwischen Hoffnung und Schrecken

Theater Nestroyhof – Hamakom, 15:00 Uhr, 1020 Wien, Nestroyplatz 1

Wenige Monate nach dem "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden jüdische SchülerInnen aus den öffentlichen Schulen vertrieben und in wenigen Schulen zusammengefasst. Die Schule in der Kleinen Sperlgasse 2a war eine von ihnen. Sie bestand von 1938 bis 1941.Die Schulen Kleine Sperlgasse 2 (Gymnasium) und 2a (Pflichtschule) wurden am 28. Februar 1941 zu einem Sammellager für jüdische ÖsterreicherInnen umfunktioniert, von dem aus diese in die verschiedenen Ghettos im Osten und Tötungslager deportiert wurden.

„Die jüdische Schule Kleine Sperlgasse 2a“ – Kinder erzählen.
Originaldokumente von jüdischen Kindern werden von SchülerInnen der Kleinen Sperlgasse 2a gelesen. Lesung und Präsentation von Bildmaterial. Anschließend Podiumsdiskussion mit: Leo Luster, ehemaliger Schüler der „jüdischen Schule“ in der Kleinen Sperlgasse 2a, Claudia Blatterer. Lehrerin der Kleinen Sperlgasse 2a, und SchülerInnen der Kleinen Sperlgasse 2a. Moderation: Susanne Höhne

Weitere Informationen: www.hamakom.at, Eintritt frei

Unterpunkte anzeigen 10. November 2013: Literarisches Gedenken der Novemberprogrome, Wien

Literarisches Gedenken der Novemberpogrome

JUFA Gästehäuser, 16.00 – 18:00 Uhr, 1110 Wien, Mautner-Markhof-Gasse 50

Neben ausgewählten Texten zu jüdischen Lebensbildern des Bezirkes werden Niederschriften zu den Ereignissen rund um den Novemberpogrom gelesen. Es werden Einblicke in die unterschiedlichen Lebensgeschichten gewährt, aber auch die politische Struktur jener Zeit dargestellt. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Timna Brauer, die jüdische Lieder singt.

Weitere Informationen: www.wien.gv.at

Unterpunkte anzeigen 10. November 2013: Matinee im Wiener Stadttempel, Wien

Matinee im Wiener Stadttempel

Wiener Stadttempel, 11:00 Uhr, 1010 Wien, Seitenstettengasse 4

Es heißt, dass die Größe einer Gesellschaft proportional zu ihrer Hingabe zur Kunst ist. Im "Dritten Reich" erlitt die darstellende Kunst, entweder durch Zensur oder Ausrottung, einen grausamen Verlust als Folge der systematischen Beseitigung einer ganzen Generation von KomponistInnen und InterpretInnen, welche von ihrem rechtmäßigen Platz in der Geschichte der Kunst beraubt wurden.

Das Ensemble ist der Heilung und Wiederbelebung der reichen musikalischen Erbschaft, welche von dem jüdischen Volk während des turbulenten 20. Jahrhunderts erstellt wurde, gewidmet. Es ist ihre Mission, die Stimme der Menschen in der jüdischen Diaspora zu sein, deren Kunst aufgrund ihrer jüdischen Identität zum Schweigen gebracht wurde.

MusikerInnen des „Pro Arte Judaica Ensemble“ Kulturkommission der IKG Wien.

Weitere Informationen: www.ikg-wien.at Bitte Lichtbildausweis mitnehmen.

Unterpunkte anzeigen 10. November 2013: Lasker-Wallfisch / Wallfisch / York - Matinee, Wien

Lasker-Wallfisch / Wallfisch / York

Wiener Konzerthaus Schubert-Saal, 11:00 Uhr, 1030 Wien, Lothringerstraße 20

Anita Lasker-Wallfisch gestaltet gemeinsam mit ihrem Sohn, dem Cellisten Raphael Wallfisch, und dessen Partner am Klavier, John York, eine ganz besondere Matinee: Die Lesung der Zeitzeugin aus ihren Erinnerungen „Ihr sollt die Wahrheit erben. Die Cellistin von Auschwitz” wird umrahmt von Musik von u. a. Ernst Bloch, Erich Wolfgang Korngold und Alexander Zemlinsky.

In ihrem Buch erklärt Lasker-Wallfisch: „Ich habe einen ausführlichen Bericht über mein Leben ursprünglich für meine Kinder geschrieben und versucht zu erklären, warum ich niemals über die Ereignisse der damaligen Zeit mit Ihnen gesprochen habe. Es ist für eine Mutter beinahe unmöglich zu entscheiden, zu welchem Zeitpunkt man einem Kind erklären kann, dass es auf dieser Welt Menschen gibt, deren Ideologie in der Vernichtung aller Juden und all derer, die damals unerwünschte Elemente waren, bestand, und dass man diese Menschen auf grausamste und technisch absolut vollendete Weise ermordet hat. Naiv hatte ich geglaubt, dass unser Leiden das Ende aller Leiden sei, und wollte vor allem vermeiden, Hass in die Seele meiner Kinder zu pflanzen.”

Am Montag, den 11. November 2013, 11:00 Uhr liest Lasker-Wallfisch vor OberstufenschülerInnen aus ihren Erinnerungen und steht den jungen Menschen anschließend für Fragen und Antworten zur Verfügung.

Weitere Informationen und Kartenverkauf: Tel: +43 1 242 002 www.konzerthaus.at

Unterpunkte anzeigen 10. November 2013: "kettenreaktion" - Konzert und Lesung, Wien

"kettenreaktion" - ein flüchtiges Raum-Klang-Mahnmal aus Steinen mit Konzert und Lesung, Konzept und Regie: Kari Rakkola

Treffpunkt vor der Erinnerungstafel für die ehemalige Synagoge in der Hubergasse 8, 1160 Wien, 14:00 - 16:30 Uhr

Programm: Willkommensworte, Text von Frederic Morton „Prozession” mit Musik zum Yppenplatz (Höhe Payergasse 14), 1160 Wien Gedenkminute, Umfallen der Steine, Konzert und Lesung von Texten ehemaliger jüdischer BewohnerInnen im mo.ë, (Thelemangasse 4)
Mitwirkende: A. Schmid, D. Gzesh, R. Mühlthaler, K. Rakkola, Musik;
Gesang: Saxakkordia (D. Gzesh, voc., M. Cizek, Sax., M. Düchler, Akkordeon, W.V. Wizlsperger, Bass, P. Skrepek, Schlagzeug);
Technik: M. Strohmayer

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 und in den nächsten Tagen fanden im gesamten Deutschen Reich Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung statt. Die Nazis prägten dafür den euphemistischen Ausdruck "Reichskristallnacht". Mit diesen begann die systematische Vertreibung, Enteignung und Vernichtung der JüdInnen in der Zeit des Nationalsozialismus. 400 auf dem Yppenplatz aufgestellte Steine, die für 4.000 geflohene, verschleppte oder ermordete jüdische BürgerInnen aus Ottakring stehen, fallen in einer Kettenreaktion um und weisen im Domino-Effekt zum Veranstaltungsort in der Thelemangasse, wo die weiteren Programmpunkte ablaufen. „kettenreaktion” wurde im von den Grünen Ottakring ausgeschriebenen Projektwettbewerb „75. Wiederkehr Novemberpogrom ´38” durch eine Fachjury ausgewählt.

Weitere Informationen: nikolaus.kunrath@gruene.at

Unterpunkte anzeigen 10. November 2013: Konzert ORF Landesstudio Dornbirn, Dornbirn

Konzert ORF Landesstudio

11:00 Uhr, Rundfunkplatz 1, Dornbirn

Bert Breit – Concerto funebre für Bratsche und Streicher (1997) – gewidmet "Den Innsbrucker Opfern der Kristallnacht 1938".
Michael F.P. Huber – Konzert für Viola d’amore (2012)

Orchester Akademie St. Blasius; Karlheinz Siessl, Dirigent; Andreas Ticozzi, Bratschist.
Orchester Akademie St. Blasius mit Ensemble Plus und ORF Vorarlberg.

 

Weitere Informationen und Kartenverkauf:
www.akademie-st-blasius.at, www.novemberpogrom1938.at

Unterpunkte anzeigen 10. November 2013: Konzert Vierundeinzig, Innsbruck

Konzert Vierundeinzig

20:00 Uhr, Hallerstraße 41, Innsbruck

„Nichts ruft die Erinnerungen an die Vergangenheit so lebhaft wach wie die Musik.” Madame de Staël

Bert Breit – Concerto funebre für Bratsche und Streicher (1997) – gewidmet "Den Innsbrucker Opfern der Kristallnacht 1938",
Pavel Haas – Studie für Streichorchester (1943),
Benjamin Britten – Nocturne für Tenor, 7 obligate Instrumente und Streichorchester (1958).

Orchester Akademie St. Blasius; Karlheinz Siessl, Dirigent; Andreas Ticozzi, Bratschist; Brenden Gunnell, Tenor.

Orchester Akademie St. Blasius in Kooperation mit Manfred Mühlmann – Projektbetreiber: novemberpogrom1938.at und Israelitische Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg.

Weitere Informationen und Kartenverkauf:
www.akademie-st-blasius.at, www.novemberpogrom1938.at

Unterpunkte anzeigen 10. November 2013: "Ihr sollt die Wahrheit erben" - Lesung, Eisenstadt

Lesung: "Ihr sollt die Wahrheit erben." Anita Lasker-Wallfisch

Burgenländisches Landesmuseum, 18:00 Uhr, Museumgasse 1, Eisenstadt

Die Zeitzeugin Anita Lasker-Wallfisch ist eine der letzten Überlebenden des „Frauenorchesters Auschwitz-Birkenau“. Sie spielte dort das einzige Cello und konnte so dem sicheren Tod entkommen.

Anita wird 1925 in Breslau als eine von drei Töchtern des jüdischen Rechtsanwalts Alfons Lasker und seiner Frau Edith geboren. Die Eltern werden 1942 deportiert und ermordet, die beiden jüngsten Mädchen kommen in ein Waisenhaus. Bei einem Fluchtversuch werden sie verhaftet und schließlich nach Auschwitz deportiert. Da Anita Cello spielen kann, wird sie Mitglied im Lagerorchester …

Lange Zeit hat sie „ihre Geschichte“ nicht einmal ihren Kindern erzählt, bis sie sich dazu entschloss, ihre Erlebnisse aufzuschreiben. Zu diesem Zeitpunkt waren ihre Kinder schon erwachsen. Später wurde diese Niederschrift in dem Buch „Ihr sollt die Wahrheit erben“ veröffentlicht. Anita Lasker-Wallfisch lebt heute in London.

Burgenländische Volkshochschulen in Kooperation mit dem Österreichischen Jüdischen Museum, RE.F.U.G.I.U.S., K.B.K., Evangelischen Bildungswerk Burgenland, Diözesanbeauftragten der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen Dialog. Mit Unterstützung der Kulturabteilung/Land Burgenland.

Anmeldung und Information: Tel. 0 2682 613 63, www.ojm.at

Unterpunkte anzeigen 10. November 2013: Antifaschistischer Spaziergang durch Innsbruck

Antifaschistischer Spaziergang durch Innsbruck

Synagoge in Innsbruck, 15:00 Uhr, Sillgasse 15, Innsbruck

Wir besuchen die wichtigsten Orte des Judenpogroms im nationalsozialistischen Innsbruck. Der Spaziergang endet im städtischen Westfriedhof vor dem Denkmal der schlagenden Burschenschaft Suevia, auf dem einer der Mörder von Ing. Richard Berger, Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde und brutal ermordet am 9. November 1938, mit Begriffen wie Ehre, Freiheit und Vaterland gewürdigt wird.

Eine Broschüre mit den Ereignissen der Pogromnacht am 9. November 1938 in Innsbruck sowie allen Reden, die bei dem Gedenken im jüdischen Friedhof gehalten wurden, wird von den FreiheitskämpferInnen aufgelegt.
Änderungen vorbehalten!

Weitere Informationen: freiheitskaempfer@spoe-tirol.at

Unterpunkte anzeigen 10. November 2013: Theater der Erinnerung, Innsbruck

Alte Heimat / Schnitt / Neue Heimat: Theater der Erinnerung

Freies Theater Innsbruck, jeweils 20:00 Uhr, Wilhelm-Greil-Straße 23, Innsbruck

Sie waren Kinder oder Jugendliche und mussten wegen ihrer jüdischen Herkunft vor der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik aus Innsbruck fliehen und konnten sich in England bzw. Israel eine neue Heimat aufbauen. Ihre Erinnerungen an die alte Heimat, an Flucht und Vertreibung und das Leben in der neuen Heimat haben sie in Interviews geschildert. Die Erzählungen von zwei ZeitzeugInnen, Dorli Neale und Avram Gafni, bringt die Theatergruppe nachtACTiv auf die Bühne.

Karten nur gegen Reservierung: Stadtarchiv/Stadtmuseum Badgasse 2, 6010 Innsbruck, post.stadtarchiv@innsbruck.gv.at; Telefon: 0512 5360 1400.

Weitere Informationen: www.spectACT.at, www.erinnern.at

Unterpunkte anzeigen 11. November 2013: Der jüdische Kardinal - Fernsehspiel, Wien

Der jüdische Kardinal: Ein Fernsehspiel über Jean-Marie Lustiger (arte 2012)

Otto Mauer-Zentrum, 1090 Wien, Währinger Straße 2-4, Mezzanin links

Da Johannes Paul II. Bewegung in die französische Kirche bringen will, hatte er Lustiger zum Bischof von Orléans ernannt. Bereits nach einem Jahr wird er zum Erzbischof von Paris und später auch zum Kardinal und Berater des Papstes ernannt. Aufgrund seiner jüdischen Wurzeln setzt sich Aaron Jean-Marie als Erzbischof besonders mit der Beziehung von Kirche und Juden auseinander. Vor allem nach dem Tod seines Vaters und einem Besuch in Auschwitz gerät Lustiger in eine Auseinandersetzung mit den Widersprüchen seiner doppelten Identität.

Als 50 Jahre nach dem Holocaust ein Kloster im so genannten „Theater“ von Auschwitz – einem Gebäude, das im kirchlichen Besitz war und das mit seiner Rückseite an die Umgebungsmauer des Konzentrationslagers grenzt – eingerichtet wird, erregt dies gewaltigen Protest und Empörung. Lustiger muss Stellung beziehen, teilweise auch gegen den Papst …

Veranstalter: Forum Zeit und Glaube – Katholischer AkademikerInnenverband der Erzdiözese Wien im Rahmen der Bedenkwoche Mechaje hametim.

Weitere Informationen: www.christenundjuden.org, ka.akademikerverband@edw.or.at

Unterpunkte anzeigen 11. - 15. November 2013: Psychosoziales Zentrum ESRA - Gedenken, Wien

Psychosoziales Zentrum ESRA: Gedenken – 75 Jahre Novemberpogrom

11. November 2013, 9:00 bis 19:00 Uhr, Vorplatz ESRA, 1020 Wien, Tempelgasse 5
kostenloses Vermittlungsprogramm für Schulen: 9:00 bis 14:00 Uhr
kostenlose Führungen für alle Interessierten: 14:00, 15:00, 17:00 und 18:00 Uhr

Gedenkveranstaltung an die Opfer der Shoah: 16:00 Uhr, Vorplatz ESRA
Peter Schwarz, Geschäftsführer von ESRA, Brigitte Bailer, Wissenschaftliche Leiterin des DÖW, Oskar Deutsch, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Shmuel Barzilai, Oberkantor der Israelitischen Kultusgemeinde („El male rachamim“) ESRA und DÖW gedenken am 11. November 2013 der Ereignisse des Novemberpogroms und der Shoah.

Sofort nach dem „Anschluss“ Österreichs an Hitlerdeutschland im März 1938 setzten pogromartige Misshandlungen, Demütigungen und Beraubungen der jüdischen Bevölkerung ein. Der Novemberpogrom in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 stellte einen grausamen Höhepunkt dar. Zahlreiche Juden und Jüdinnen wurden misshandelt, viele jüdische Männer in Konzentrationslager verbracht. Wohnungen und Geschäfte von Jüdinnen und Juden, religiöse Stätten wie Bethäuser und Tempel wurden geplündert und zerstört, auch jener im 2. Bezirk, in der Tempelgasse 5. Heute befindet sich dort ein leerer Platz und im Haus dahinter das Psychosoziale Zentrum ESRA. Die Fassade des Tempels wird zwei Wochen lang - auf eine Plane gedruckt - wieder erstehen. Eine Ausstellung informiert bis 25. November 2013 über die Verfolgung der Jüdinnen und Juden in der NS-Zeit.

Info und Anmeldung für Schulen und Führungen: office@doew.at, Tel. 01 2289 469 - 319

Anmeldung für die Gedenkveranstaltung: info@esra.at oder Tel. 01 2149014
Bitte bringen Sie einen amtlichen Lichtbildausweis mit.

Kooperationsveranstaltung Psychosoziales Zentrum ESRA und Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes

Weitere Informationen: www.esra.at, www.doew.at

Unterpunkte anzeigen 11. November 2013: Baum der Erinnerung - Patenschaft, Wien

Baum der Erinnerung – Patenschaften

Synagoge der ZPC, 08:30 Uhr, Zwi Perez Chajes Schule, 1020 Wien, Simon-Wiesenthal-Gasse 3

In der Nacht von 9. zum 10. November 1938 organisierten die NS-Machthaber im gesamten Deutschen Reich einen Pogrom, den sie verharmlosend „Reichskristallnacht“ nannten. In Wien wurden 42 Synagogen und Bethäuser in Brand gesteckt und verwüstet; tausende jüdische Geschäfte und Wohnungen geplündert und zerstört. 6547 Wiener Jüdinnen und Juden kamen in Haft, 3700 davon in das Konzentrationslager Dachau.

Etwa 65 000 jüdische ÖsterreicherInnen wurden in der Zeit des Nationalsozialismus um ihr Leben gebracht. Am Campus der Zwi Perez Chajes-Schule wurde zum 70. Jahrestag der Novemberpogrome ein symbolischer Ort des Gedenkens geschaffen.

65 Bäume wurden gepflanzt, die an die Ermordeten erinnern. Ein Baum wird symbolisch für jeweils 1000 Kinder, Frauen und Männer stehen. Schulen aus Wien übernahmen die Patenschaft für je einen „Baum der Erinnerung“, um damit ein Zeichen zu setzen, weil auch sie betroffen sind und daran erinnern möchten, dass MitschülerInnen und LehrerInnen aus ihren Reihen zu den Vertriebenen und Ermordeten zählen. Jährlich findet ein gemeinsames Gedenken der Schulgemeinschaft der ZPC mit den PatInnen der Bäume auf dem Campus der Zwi Perez Chajes Schule statt.

TeilnehmerInnen: Hannah Landsmann, Jüdisches Museum Wien, VertreterInnen der Patenschulen, des SSR Wien, der IKG, der Schulgemeinschaft ZPC.

Anmeldung und Information: www.zpc.at

Unterpunkte anzeigen 11. November 2013: Auf den verborgenen Spuren des NS-Terrors, Wien

Auf den verborgenen Spuren des NS-Terrors im 1. Bezirk

Treffpunkt: 1010 Wien, Ecke Mölker Bastei/Schottengasse, Rundgang: 15:30 - 18:00 Uhr

Gerade im Ersten Wiener Gemeindebezirk befanden sich einige zentrale Orte des NS-Terrors, die heute völlig unbekannt sind. Behörden, wie etwa die „Reichsfluchtsteuerstelle“ oder das „Wehrmachtsgericht der Division 177“, Hilfsorganisationen, wie die „Gildemeester-Auswanderungshilfsaktion“ oder die „Erzbischöfliche Hilfsstelle für nichtarische Katholiken“, aber auch vereinzelt Gedenktafeln, wie z.B. für den ermordeten Kabarettisten Fritz Grünbaum, sowie Gedächtniskapellen im Stephansdom oder in der Kirche Sankt Michael – all diese und andere Orte werden aufgesucht und durch Zitate von ZeitzeugInnen, Dokumente, Fotos usw. anschaulich gemacht.

Informationen dazu sowie für LehrerInnen kompetenzorientiertes Unterrichtsmaterial zu dieser „Bezirksdurchquerung“ werden den TeilnehmerInnen vor Ort zur Verfügung gestellt.
Veranstalter: Martin Krist

Anmeldung: martin.krist@univie.ac.at,
Weitere Informationen: www.erinnern.at. Keine Teilnahmegebühr.

Unterpunkte anzeigen 11. November 2013: "Die Sperlgasse summt", Theater Nestroyhof Wien

„Die Sperlgasse summt“ (Deggendorf 1946, Otto Calvo und Leo Luster)

Theater Nestroyhof – Hamakom, 20:00 Uhr, 1020 Wien, Nestroyplatz 1

Die Kleine Sperlgasse als Sammellager. Es liest: Brigitte Neumeister, Podiumsdiskussion: Leo Luster, Ari Rath, Markus Brosch - Historiker und Lehrer aus der Kleinen Sperlgasse 2a, Moderation: Susanne Höhne

Weitere Informationen: www.hamakom.at, Eintritt frei

Unterpunkte anzeigen 11. November 2013: Die "Rahlgasse" und der "10. November 1938", Wien

Die „Rahlgasse” und der „10. November 1938”: Gedenken im Altersheim Loquaiplatz

Altersheim, 15:00 Uhr, 1060 Wien, Loquaiplatz 5

Das aktuelle und aktualisierte Gedenken an die „Novemberpogrome“ vor 75 Jahren soll wesentlich den Charakter einer Erinnerung durch „Verinnerlichung“ der historischen Ereignisse bekommen. Wege dahin entstehen anhand der Begegnung von SchülerInnen mit ZeitzeugInnen. Ziele dabei sind die Ausbildung von Verantwortungsbewusstsein, Zivilcourage und umfassende Kenntnisse der historischen Zusammenhänge rund um die Folgen des „10. Novembers“. SchülerInnen der AHS Rahlgasse, Zeitzeuge/in

Weitere Informationen: www.ahs-rahlgasse.at

Unterpunkte anzeigen 11. November 2013: Gedenken an den Novemberpogrom in Kärnten, Klagenfurt

Gedenken an den Novemberpogrom in Kärnten

11. November: Evangelische Johanneskirche am Lendhafen, 19:00 Uhr, Martin-Luther-Platz 1, Klagenfurt

In einer Lesung wird die Geschichte der Klagenfurter jüdischen Familie Preis dargestellt, die vom Holocaust völlig zerrissen wurde. Trotz der Entrechtung und Verfolgung, der sie in Kärnten ausgesetzt waren, entschieden sich die überlebenden Familienmitglieder, ihr Leben nach der Befreiung im Mai 1945 in Klagenfurt fortzusetzen.

Den zweiten Teil der Gedenkveranstaltung, am 12. November, stellt Musik dreier MusikerInnen dar, die sich Werken ermordeter jüdischer Komponisten verschrieben haben: das Ensemble „Wortklang Art“ bestehend aus Sonja Leipold (Flöte, Klavier), Christoph Hofer (Akkordeon) und Maria Karnberger (Violine).

Weitere Informationen: www.erinnern.at/bundeslaender/kaernten, Eintritt frei.

Unterpunkte anzeigen 11. November 2013: "Der lange Atem des Neuen" - Konzert, Wien

Konzert „Der lange Atem des Neuen“

Arnold Schönberg Center, 19:30 Uhr, 1030 Wien, Schwarzenbergplatz 6/Eingang Zaunergasse 1‑3

Susan Salm, Susanne Stoodt und Ulli Koneffke spielen: Leoš Janáček „Pohádka“ für Cello und Klavier, Arnold Schönberg „Phantasie“ und „Stück“ für Violine und Klavier, Rainer Bischof Uraufführung „Pax veneziana estate 12“, Ludwig van Beethoven „Geistertrio“. In diesem Konzert findet die Uraufführung eines Fragments von Arnold Schönberg statt, mit dem es eine besondere Bewandtnis hat, es wurde am Tag nach der „Kristallnacht“ notiert und von Rainer Bischof für diesen Anlass des Gedenkens und auch zum Nachdenken eingerichtet.

Weitere Informationen: www.schoenberg.at