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Veranstaltungen 19. November - 27. Jänner 2014

"Hier dieser Stern, den jeder Jude, zum Zeichen, dass er vogelfrei ist, vom sechsten Lebensjahr an zu tragen hat – ich werde ihn solange tragen […] Ich werde den Stern solange tragen, bis Euer Heiligkeit vor aller Welt den Mann verflucht, der Europas Juden viehisch ermordet […]" Pater Riccardo Fontana in Rolf Hochhuths „Der Stellvertreter“

Unterpunkte anzeigen 19. November 2013: Die Schuldfrage, Wissensturm Linz

Die Schuldfrage

Wissensturm, VS E09, 19:00 Uhr, Kärntnerstraße 26, Linz

Der 9. November 1938 war der bis dahin gewalttätigste staatsterroristische Akt der Nationalsozialisten auf dem Weg zum Holocaust. Im Holocaust wurde dann dieser von den Nazis als „Reichskristallnacht“ bezeichnete Massengewaltakt nochmals „perfektioniert“ und der administrativ-industrielle Massenmord an Jüdinnen und Juden wurde auf andere europäische Staaten ausgeweitet.

In Ungarn stellte sich 1944 der schwedische Diplomat Raoul Wallenberg der Deportation der Budapester Jüdinnen und Juden entgegen. Mit der Ära des Nationalsozialismus verknüpft sich auch die Frage nach der Verantwortung für historisches Unrecht, nach Gründen und Grenzen moralischer Verantwortung und der Wiedergutmachung vergangenen Unrechts.

"Verantwortung für historisches Unrecht" Univ.-Prof. Dr. Michael Schefczyk, Lüneburg.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Entwicklungspolitik, Moderation: Mag. Harald Wildfellner.

Weitere Informationen: www.wissensturm.at, scwt@mag.linz.at

Unterpunkte anzeigen 20. November 2013: Literaturquiz "Die Novemberpogrome"

Literaturquiz: Die Novemberpogrome im Spiegel der Literatur

Dass sich die Novemberpogrome des Jahres 1938 in der deutschsprachigen (Exil-)Literatur kaum widerspiegeln, liegt wohl nicht zuletzt daran, dass viele SchriftstellerInnen zu diesem Zeitpunkt bereits tot, im Konzentrationslager oder auf der Flucht waren.

Das heurige Gedenkjahr bildet für das Team des Literaturblogs „Duftender Doppelpunkt" den Anlass, mit einem insgesamt dreiundzwanzigteiligen Literaturquiz – stellvertretend für die Vielen – an eine Auswahl von SchriftstellerInnen zu erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus aus der öffentlichen Wahrnehmung getilgt wurden.

Speziell am 6. und am 20. November 2013 steht das Quiz ganz im Zeichen des Gedenkens an die Pogrome des Jahres 1938: Vorgestellt werden zwei österreichische Exilautoren, in deren Werk die Tage um den 10. November Erwähnung finden.

Sie sind eingeladen, Ihr Wissen über die Exilliteratur mithilfe unseres Quizes alle zwei Wochen neu zu schärfen: Ein Angebot, sich „alter“ Bekannter zu erinnern oder bisher unbekannte AutorInnen kennen zu lernen. Unter den TeilnehmerInnen werden in jeder Runde Bücher und DVDs verlost, die von über vierzig Verlagen zur Verfügung gestellt werden.

Weitere Informationen: http://literaturblog-duftender-doppelpunkt.at

Unterpunkte anzeigen 21. November 2013: Elisabeth Orth - Lesung "75 Jahre Novemberpogrom", Wien

Lesung mit Elisabeth Orth anlässlich 75 Jahre Novemberpogrom

Palais Dietrichstein, 18.00 Uhr, 1010 Wien, Minoritenplatz 3

„Als Frauenministerin ist es mir ein besonderes Anliegen anlässlich 75 Jahre Novemberpogrom 1938 einen Schwerpunkt auf die Schicksale von Frauen zu legen. Darum ist es mir eine Ehre, dass mit Elisabeth Orth eine große Schauspielerin für eine Lesung zur Verfügung steht. Ich freue mich, Sie im Palais Dietrichstein begrüßen zu dürfen.” Gabriele Heinisch-Hosek, Bundesministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst.

Elisabeth Orth liest u.a. Rosa Jochmann, Käthe Leichter, Selma Meerbaum-Eisinger

"[…] Ich möchte leben. / Ich möchte lachen und Lasten heben / Und möchte kämpfen und lieben und hassen / Und möchte den Himmel mit Händen fassen / Und möchte frei sein und atmen und schrein. / Ich will nicht sterben. Nein! […]" Aus: „Poem“ von Selma Meerbaum-Eisinger.

Weitere Informationen: www.frauen.bka.gv.at, Eintritt frei

Unterpunkte anzeigen 21. November 2013: Mauthausen Cantata "Die Freiheit kam im Mai", Graz

Buchpräsentation mit Lesung und Konzert: Mauthausen-Cantata "Die Freiheit kam im Mai"

Literaturhaus Graz, 19:00 Uhr, Elisabethstraße 30, Graz

Elena Strubakis und Franz Richard Reiter lesen aus dem Buch von Iakovos Kambanellis „Die Freiheit kam im Mai“. Dazwischen werden Lieder der Mauthausen-Cantata aufgeführt. Iakovos Kambanellis zählt zu den bekanntesten Bühnen- und Filmautoren Griechenlands. Seine Popularität gründet sich ebenso auf die oft gespielten und gesungenen Vertonungen seiner Gedichte, besonders auf die weltweit bekannte „Mauthausen Cantata“, die von Mikis Theodorakis vertont wurde.

Iakovos Kambanellis war Häftling im Konzentrationslager Mauthausen. Er schildert die Zeit der Gefangenschaft, den Tag der Befreiung, den 5. Mai 1945, das Leben im Lager in den folgenden Monaten und die Kontakte mit der Bevölkerung in den nahen Dörfern und Bauernhöfen, das Leben des Aufbruchs in die Freiheit, die ersten Schritte in eine neue Epoche.

Karten und Information: www.clio-graz.net, www.literaturhaus-graz.at

Unterpunkte anzeigen 21. November 2013: Cella oder die Überwinder - Filmabend, Halbturn

Filmabend: Cella oder die Überwinder

VHS Halbturn, 18:00 Uhr, Wiener Straße 3, Halbturn, Burgenland

Die Verfilmung des gleichnamigen Romanfragments von Franz Werfel behandelt das Schicksal der begabten Klavierspielerin Cella und den Versuch ihres Vaters, des jüdischen Anwalts Hans Bodenheim aus Eisenstadt, mit den veränderten politischen Realitäten nach dem Anschluss Österreichs 1938 an das nationalsozialistische Deutsche Reich zurecht zu kommen.

„Cella oder die Überwinder“ wurde in den späten 1970er-Jahren gedreht. Schauplätze waren unter anderem das Nordburgenland und Eisenstadt.

D/A 1977; Regie: Eberhard Itzenplitz; SchauspielerInnen: Christine Csar, Bruno Dallansky, Lotte Ledl, Walter Reyer u.a.; 97 min; ZDF/ORF.

Burgenländische Volkshochschulen in Kooperation mit RE.F.U.G.I.U.S.

Anmeldung und Information: Tel. 02172 8806-1

Unterpunkte anzeigen 22. November 2013: futura expulsa - Photokunstprojekt, Wien

futura expulsa: Ein Photokunstprojekt zur Deportation aus Wien

Bahnhof Wien Mitte, Markthalle Wien Mitte, Montag – Freitag 9.00 – 18.00 Uhr, Samstag 9.00 -12.00 Uhr, 1030 Wien, Landstraßer Hauptstraße 1D/Ecke Invalidenstraße.
Dauer der Austellung: 22. November 2013 - 7. Dezember 2013

Vertreibung und Holocaust sind nicht das Resultat des Sadismus einer kleinen Elite, sondern Ergebnis eines Konzepts der Bereicherung. An seiner Verwirklichung waren Tausende willige HandlangerInnen des Regimes beteiligt. Hannah Arendt hat dieses Phänomen als die Banalität des Bösen bezeichnet. Diese Erkenntnis ist bis heute gültig und wird es bleiben.

Noch immer werden Menschen verfolgt. Auch in den demokratischen Staaten Europas. „futura expulsa“ will mit einfachen Mitteln ein Grundmuster aufzeigen und den schmalen Grat, auf dem nationalistischer Populismus wandelt, sichtbar machen. In „futura expulsa“ werden dreißig junge Menschen einzeln auf dem Platz der Opfer der Deportation gezeigt, nahe dem damaligen Ausgangspunkt für die Deportation der jüdischen WienerInnen.

Die jungen Menschen tragen Alltagsgewand und haben ein Gepäcksstück bei sich, das die Kriterien des Handgepäcks internationaler Fluglinien erfüllt. Ein Barcode im A5-Format kennzeichnet die Personen. Die Verfolgung von Menschen führt zur Vertreibung unserer Zukunft. Immer. Deportationen der Gegenwart mögen ein anderes Format haben als im "Dritten Reich", aber die Gefahr bleibt bestehen. Vor allem, wenn wir nicht um sie wissen.

Weitere Informationen: www.schmid-photography.com, Eintritt frei

Unterpunkte anzeigen 25. November 2013: Ari Rath - Lesung aus seinen Memoiren, Graz

Lesung - Ari Rath liest aus seinem Erinnerungsbuch „Ari heißt Löwe“

Festsaal im Meerscheinschlössl, 19:00 Uhr, Mozartgasse 3, Graz

Der in Wien als Sohn galizischer Juden geborene Journalist Ari Rath war oft Zeuge einschneidender Ereignisse in Politik und Zeitgeschichte, die er nun in einem sehr persönlichen Buch aufgeschrieben hat. Er berichtet darin vom „Anschluss“ und der Flucht aus Österreich, vom harten Leben im Kibbuz, von seinen Jahren in den USA im Dienst der zionistischen Jugendbewegung und dem mühsamen Aufbau des Staates Israel. Und er erzählt von seiner Zeitung, der „Jerusalem Post“, bis zum Ende seiner Tätigkeit als Chefredakteur das Sprachrohr eines politisch liberalen Israel, und seinen Begegnungen als Journalist mit Adenauer und Ben-Gurion, Brandt, Schmidt und Sadat.

Eine Veranstaltung von: www.erinnern.at Centrum fur Jüdische Studien der Karl-Franzens Universität, Graz, Clio.

Weitere Informationen: Centrum fur Jüdische Studien, gerald.lamprecht@uni-graz.at

Unterpunkte anzeigen 26. November 2013: M. Bockelmann "Zeichnen gegen das Vergessen", Klagenfurt

Ausstellung „Zeichnen gegen das Vergessen“ von Manfred Bockelmann

Eröffnung 19 Uhr, Living Studio der Stadtgalerie Klagenfurt, Theatergasse 4, Klagenfurt
Dauer der Ausstellung: 26. November 2013 - 15. Dezember 2013

Nach der Ausstellung im Leopoldmuseum in Wien zeigt der Künstler seine großformatigen Kinderportraits von Holocaustopfern in Klagenfurt, seiner Geburtsstadt. Für Kärnten ist dies ein symbolisch bedeutsames Ereignis, zumal einige Bilder Kinder zeigen, die in Kärntner Familien aufgewachsen sind und als Sinti oder Roma, als Behinderte oder wegen ihrer sozialen oder religiösen „Andersartigkeit“ von den heimischen Nationalsozialisten der Todesmaschine der Konzentrationslager ausgeliefert wurden.

Für BesucherInnen wird es die Möglichkeit geben, mit dem Künstler zu sprechen und durch die Ausstellung geführt zu werden. Für Schulklassen wird darüber hinaus ein besonderes Betreuungsarrangement angeboten.

Weitere Informationen und Öffnungszeiten: www.stadtgalerie.net/living-studio

Unterpunkte anzeigen 26. November 2013: "Die Stadt ohne Juden" - Filmabend, Eisenstadt

Filmabend: Die Stadt ohne Juden

VHS Eisenstadt, 18:00 Uhr, Pfarrgasse 10, Eisenstadt

In der sagenhaften Republik Utopia, Adresse: Ballhausplatz in Wien, herrscht Unruhe. Die Arbeiter gehen auf die Straße, das Geld ist nichts mehr wert, Spekulanten treiben mit ihrer Habsucht die Inflation in die Höhe. In den Wirtshäusern kennen die Menschen schon die Lösung: Hinaus mit den Juden …

„Die Stadt ohne Juden“ beruht auf dem gleichnamigen Roman von Hugo Bettauer aus dem Jahr 1922, in dem der populistische Aufklärer satirisch die Konsequenzen des grassierenden Antisemitismus zu Ende dachte. Nur zwei Jahre nach dem Erscheinen dieses Bestsellers kam schon der Film in die Kinos.

Ö 1924; Regie: Hans Karl Breslauer; SchauspielerInnen: Johannes Riemann, Karl Thema, Anny Milety, Eugen Neufeld, Hans Moser u.a.; 80 min; DVD 2008 Edition DER STANDARD/HOANZL/filmarchiv austria.

Burgenländische Volkshochschulen in Kooperation mit RE.F.U.G.I.U.S.

Anmeldung und Information: Tel. 02682 613 63

Unterpunkte anzeigen 28. November 2013: Exildidaktik und Zwischenwelt, Wien

Exildidaktik und Zwischenwelt

Theodor Kramer Gesellschaft, 19:00 Uhr, 1020 Wien, Engerthstraße 204/40

Projekt „Exildidaktik“: Im Literatur-, Deutsch-, und Geschichteunterricht an österreichischen Schulen findet teilweise eine Ausblendung oder Nicht-Erwähnung des österreichischen Exils statt. Die Entwicklung von Unterrichtsmaterialien für die Oberstufe soll SchülerInnen ermöglichen, das Schaffen exilierter SchriftstellerInnen unter den spezifischen Bedingungen der Vertreibung besprechen zu können. Durch die Verbindung von literarischer und außerliterarischer Realität sollen SchülerInnen einen Einblick in die „Zweiteilung“ der österreichischen Literatur, in jene des Exils und in jene der Daheimgebliebenen, bekommen.

Literaturunterricht dieser Art geht nicht ausschließlich werkimmanent vor, historische Daten, wie die Novemberpogrome 1938, haben in der Ausarbeitung der Materialien einen wichtigen Platz. Die Materialien werden in zehn bis zwölf „lectures“ gegliedert und in Printform sowie über eine Homepage LehrerInnen und SchülerInnen zur Verfügung gestellt. Voraussichtliche Präsentation der ersten Ergebnisse Ende November 2013.
Verantwortlich: Thomas Wallerberger.

Zwischenwelt: Die Zeitschrift für Kultur des Exils und des Widerstandes „Zwischenwelt“ erscheint seit 1984 drei bis viermal im Jahr. Die jährlich fast 300 Seiten umfassende Publikation steht literarischen und wissenschaftlichen Texten, aber auch Bildmaterial zum Exil und zum Widerstand offen. Auch Ankündigungen und Berichte zu den Gedenkveranstaltungen zu den Novemberpogromen können und sollen an die Redaktion emanuely@theodorkramer.at geschickt werden.

Weitere Informationen: www.theodorkramer.at, Eintritt frei

Unterpunkte anzeigen 29. November 2013: Polyphonie der Sprachen, Bludenz

Polyphonie der Sprachen

Jura-Soyfer-Ausstellung am Bundesgymnasium Bludenz, Unterfeldstraße 11

Eröffnung: 29. November 2013, 16:00 Uhr
Dauer der Ausstellung: 30. November bis 21. Dezember 2013

75 Jahre nach dem Novemberpogrom und fast ebenso lange nach Jura Soyfers missglücktem Fluchtversuch über die Montafoner Berge Richtung Schweiz werden am Bundesgymnasium Bludenz die Person und das Werk des politischen Schriftstellers, der 1939 im Konzentrationslager Buchenwald ums Leben kam, ins Zentrum gerückt.

Die Eröffnung wird im Rahmen des Zeitgeschichte-Tages am BG Bludenz erfolgen, der sich dem Thema „Flucht über die Grenze“ widmet.

Entsprechend dem regionalen Schwerpunkt richtet die Ausstellung einen speziellen Fokus auf die regionalen Gegebenheiten nach dem „Anschluss“ 1938 – den Novemberpogrom bzw. den Kontext des Fluchtversuchs Jura Soyfers in Richtung der rettenden Schweiz.

Programm: Begrüßung durch Christof Thöny; Maren Rahmann: Performance zum Leben und Werk Jura Soyfers - Vertonung der Soyfer-Lieder, Gesang, Ziehharmonika, Rezitation; Herbert Arlt: Erzählungen zu Leben, Werk, Geschichte, Aktualität und Präsentation von Bildern; Eröffnung durch Kulturlandesrat Harald Sonderegger.

Weitere Informationen: www.soyfer.at

Unterpunkte anzeigen 30. November 2013: Der Kaiser von Atlantis - Oper von V. Ullmann, Wien

„Der Kaiser von Atlantis“ - Oper von Viktor Ullmann

Premiere: 30. November 2013, 20:00 Uhr, Sporthalle der Maria Theresienkaserne, 1030 Wien Weitere Vorstellungen: 2. und 3. Dezember 2013, 20:00 Uhr, Doppelvorstellung am 2. Dezember 2013
Regie: Markus Kupferblum, Orchester: Klangforum Wien
Eine Kooperation zwischen Opera Moderne, New York City und Schlüterwerke, Wien anlässlich des Gedenkens zu 75 Jahre Novemberpogrom.

Die Oper wurde im KZ Theresienstadt komponiert, dort nie aufgeführt und Viktor Ullmann in Auschwitz ermordet. Das Manuskript wurde 1975 auf einem Dachboden in Holland gefunden, wo auch die Uraufführung des Werkes stattfand. Ullmann hatte diese Oper für seine Mithäftlinge komponiert und so ergab sich eine sehr ungewöhnliche Orchesterbesetzung mit Banjo, Gitarre und Harmonium zu den üblichen Streicher- und Bläsersätzen. Er schrieb mehrere immer harmlosere Versionen, weil er hoffte, das Werk doch aufführen zu dürfen. Doch die Zensur verbot es bis zuletzt und so hatte er seine eigene Oper nie gehört. Markus Kupferblum und sein Ensemble inszenieren die ursprüngliche Version, die ein erschütterndes und berührendes Bild der Realität im Konzentrationslager zeichnet. Kupferblum hat die Oper im November 2012 in NYC inszeniert, wo sie in der Bohemian National Hall Premiere feierte und aufgrund des enormen Erfolgs im Februar 2013 zur Wiederaufnahme gelangte.

Weitere Informationen: markus.kupferblum@gmail.com

Unterpunkte anzeigen 4. Dezember 2013: Buchenwald-Lied "Wie wunderschön die Freiheit ist!", Wien

„Wie wunderschön die Freiheit ist!” 75 Jahre Buchenwald-Lied

Rathaus, Wappensaal, 19:00 Uhr, Wien

Hannes Löschel: Komposition, Piano; Thomas Berghammer: Trompete; Vincenz Wizlsperger: Gesang, Euphonium; Georg Traska & Christoph Lind: historische Erzählung.

Im Dezember 1938 schufen Hermann Leopoldi und Fritz Löhner-Beda im Konzentrationslager Buchenwald auf Befehl eines SS-Offiziers das gleichnamige Lied, das Tausende Häftlinge, darunter viele Opfer der Novemberpogrome, in der Winterkälte einstudieren mussten. Von der SS als Schikane gedacht, entwickelte das Marschlied eine eigene Dynamik als Freiheits- und Widerstandslied der Häftlinge. Aus diesem Grunde wird es bis zum heutigen Tag gesungen.

In den USA entstanden weitere, politische und bitterböse Lieder, die sich gegen das Nazi-Regime richteten. Die Texte dafür schrieben Dichter wie Robert Gilbert oder Kurt Robitschek, denen ebenfalls die Flucht gelungen war. Einige dieser großartigen Texte blieben unvertont und daher bis heute unbekannt. Hannes Löschel wird sie neu vertonen, überlieferte Lieder neu bearbeiten und die historische Erzählung über das Buchenwald-Lied und seine Schöpfer wird die Musik begleiten.

Weitere Informationen: www.wienbibliothek.at

Unterpunkte anzeigen 27. Jänner 2014: Eröffnung der Neugestaltung der Gedenkstätte Klagenfurt

Eröffnung der Neugestaltung der Gedenkstätte Platzgasse 3

16:00 Uhr in der Platzgasse, Klagenfurt

Das Haus Platzgasse 3 wurde im Jahre 1905 von der Israelitischen Kultusgemeinde erworben. Im Parterre befand sich ein Betsaal, im 1. Stock wurde eine Wohnung für den Rabbiner eingerichtet, der auch den Religionsunterricht erteilte. Bis 1938 war das Gebäude zu den Hohen Feiertagen ein Zentrum jüdischen Lebens für ganz Kärnten.

Während des Novemberpogroms wurde die Einrichtung zerstört, die Bücher verbrannt und der geweihte Raum geschändet. Die hebräische Aufschrift auf der Frontseite des Hauses lautete: Bet Knesset (deutsch: Tempel).

Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Haus durch einen Bombentreffer zerstört, nach dem Krieg abgerissen und ein Parkplatz errichtet. Im November 1988 wurde dort von der Stadtgemeinde ein Gedenkstein aufgestellt, der heute unansehnlich geworden ist. Deshalb wird im November 2013 dieser Gedenkort neu gestaltet und durch zwei weitere Gedenksteine (mit historischen Fotos und Texten) ergänzt.

Eine Initiative der Österreich-Israelischen Gesellschaft, Landesgruppe Kärnten, in Kooperation mit der Stadt Klagenfurt, Präsidialabteilung und Abt. Kultur/Denkmalpflege.