Budgetdienst

Aktuelle Analysen

Im Jahr 2025 lag der Maastricht-Saldo bei -4,2 % des BIP und der Primärsaldo bei -2,6 % des BIP. Bis 2028 soll sich der Maastricht-Saldo auf -3,0 % des BIP und der Primärsaldo auf -0,9 % des BIP verbessern. Danach werden nur noch leichte Verbesserungen erwartet

Budgetanalyse 2027 und 2028

Der eingeschlagene moderate Konsolidierungskurs wird fortgesetzt. Das Budgetdefizit soll bis 2028 auf 3% des BIP zurückgeführt werden. Die Schuldenquote wird bis 2031 auf 85 % des BIP steigen.

Symbolische Liniengrafik

Budgetrelevante Maßnahmen des Budgetbegleitgesetzes 2027-2028

Mit dem Budgetbegleitgesetz 2027 und 2028 werden neue Konsolidierungs- und Offensivmaßnahmen umgesetzt. Die Analyse stellt die Maßnahmen und ihre budgetären Effekte dar.

Auswahl an Eurogeldscheinen

Budgetmaßnahmengesetz 2026

Mit dem Budgetmaßnahmengesetz 2026 sollen unter anderem eine steuerfreie Mitarbeiterprämie 2026 sowie Nachschärfungen bei der Wegzugsbesteuerung umgesetzt werden.

Der Maastricht-Saldo betrug 2024 -4,6 % des BIP, 2025 -4,2 % des BIP und soll auch 2026 auf diesem Niveau bleiben. Die Schuldenquote lag 2024 bei 80,0 % des BIP und 2025 bei 81,5 % des BIP. Für 2026 wird ein Anstieg auf 83,4 % des BIP erwartet

Budgetvollzug Jänner bis April und Fortschrittsbericht 2026

Im Vorjahresvergleich weist der Budgetvollzug des Bundes von Jänner bis April 2026 leichte Verbesserungen auf. Für das Gesamtjahr wird ein gesamtstaatliches Defizit von 4,2 % des BIP erwartet.

Das reale BIP Österreichs war 2025 um 2,7 % höher als 2019. Stärker zugenommen haben in diesem Zeitraum der öffentliche Konsum (+14,3 %) und die öffentlichen Investitionen (+27,0 %). Der Privatkonsum entwickelte sich ähnlich wie das BIP, die privaten Investitionen waren rückläufig (-8,6 %)

Entwicklung von Staatsausgaben und Bruttoinlandsprodukt seit 2019

Auf Anfrage des Abgeordneten Arnold Schiefer (FPÖ) untersuchte der Budgetdienst die Entwicklung und Zusammensetzung des Bruttoinlandsprodukts sowie der Staatsausgaben im Zeitraum 2019 bis 2025.

Einkaufswagen mit Geld

Senkung der Umsatzsteuer auf ausgewählte Nahrungsmittel

Die Umsatzsteuer auf ausgewählte Nahrungsmittel wird ab 1. Juli 2026 auf 4,9 % gesenkt. Das Entlastungsvolumen beläuft sich auf etwa 400 Mio. EUR pro Jahr.

Tankvorgang an der Tankstelle

Maßnahmen zur Dämpfung der Treibstoffpreise

Mit einer Änderung des Preisgesetzes und des Mineralölsteuergesetzes wird die gesetzliche Grundlage für eine Begrenzung der Margen bei Treibstoffen und eine Senkung der Mineralölsteuer geschaffen.

Von 2020 stiegen die Rücklagenstände bis 2024 an und erreichten den höchsten Wert in Höhe von 28,7 Mrd. EUR seit Einführung der Haushaltsrechtsreform. Im Jahr 2025 blieb dieser weitgehend unverändert. Der Großteil der Rücklagen sind Detailbudgetrücklagen (2025: 24,9 Mrd. EUR)

Vorläufiger Gebarungserfolg 2025

Der Nettofinanzierungssaldo 2025 betrug -14,4 Mrd. EUR, gegenüber dem Vorjahr verbesserte er sich um 4,7 Mrd. EUR, hingegen verschlechterte sich das vorläufige Nettoergebnis leicht um 0,5 Mrd. EUR auf -14,3 Mrd. EUR.

Der Maastricht-Saldo verbessert sich zunächst von 2024 bis 2029, bevor er sich langfristig wieder verschlechtert. Einen negativen Effekt auf den Maastricht-Saldo haben höhere demografieabhängige Ausgaben und Zinsausgaben. Verbessert wird er durch niedrigere weitere Ausgaben und höhere Abgaben

Langfristige Budgetprognose 2025

Die Langfristige Budgetprognose 2025 des BMF zeigt, dass sich Maastricht-Saldo und Schuldenquote trotz der begonnenen Budgetkonsolidierung demografiebedingt langfristig verschlechtern.

Analysen des Budgetdienstes

Budget

Der Budgetdienst erstellt Analysen zum jährlichen Budget, zum Bundesfinanzrahmen, zur langfristigen Budgetprognose sowie zu allen Vorlagen im Rahmen des Europäischen Semesters.

Budgetvollzug

Hier finden sich Analysen zum laufenden Budgetvollzug, zum Bundesrechnungsabschluss und zu Berichten betreffend Rücklagen, Haftungen, Finanzschulden, Förderungen und Beteiligungs- und Finanzcontrolling.

Analysen zu Gesetzen

Der Budgetdienst erstellt Analysen zu Gesetzesvorlagen mit maßgeblicher Budgetrelevanz und ihren Wirkungsorientierten Folgenabschätzungen.

Analysen auf Anfrage

Der Budgetdienst erstellt Analysen auf Anfrage von Abgeordneten des Budgetausschusses.

Wirkungsorientierung

Die Umsetzung des Haushaltsgrundsatzes der Wirkungsorientierung unter Berücksichtigung der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern wird vom Budgetdienst analysiert, das umfasst auch Gender Budgeting.

Haushaltsthemen

Unter Haushaltsthemen stellt der Budgetdienst Informationen und Einschätzungen zu ausgewählten  haushaltsrechtlichen Fragestellungen zur Verfügung.

Für ein besseres Verständnis der Analysen

Budgetvisualisierung

Die interaktive Visualisierung der Budget­daten vermittelt einen transparenten Überblick über die Details des aktuellen Budgets und die Entwicklungen der Vorjahre. Die Grafiken und Tabellen machen Relationen von Budget­zuteilungen oder des Ertrags einzelner Steuern leichter verständlich. Weitere Darstellungen zeigen den aktuellen Budgetvollzug und die Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen zur gesamt­staatlichen Haushalts­entwicklung. Die interaktive dynamische Gestaltung bezieht die Nutzerinnen und Nutzer verstärkt mit ein. Durch Klicken oder Maus­bewegungen kann individuell eine Vielzahl an Finanz­informationen des Bundes abgefragt und optisch aufbereitet werden.

Über uns

Der Budgetdienst unterstützt durch die Bereitstellung regierungs­unabhängiger Fach­expertise zu budget­relevanten Frage­stellungen den Nationalrat in seiner Kontroll­funktion gegenüber der Regierung. Die Haupt­aufgabe bildet dabei die Beratung des Budget­ausschusses durch Analysen zum Budget, zu (Gesetzes-)Vorlagen sowie zu fiskal­politischen, ökonomischen und budget­technischen Sach­verhalten. Alle Analysen des Budgetdienstes sind öffentlich und auf der Website des Parlaments abrufbar. Der Budget­dienst leistet damit einen Beitrag, der Informations­asymmetrie zwischen Nationalrat und Bundes­regierung in Haushalts­fragen entgegen­zuwirken und die Transparenz der öffentlichen Finanzen zu stärken.